Die NORMA Group legt einen strategischen Fokus auf die nachhaltige Wertschöpfung. Wesentliche Ziele sind ein stetiges Umsatzwachstum, eine Profitabilität über dem Branchendurchschnitt und ein möglichst effizienter Kapitaleinsatz. Darüber hinaus verfolgt die NORMA Group einzelne themenspezifische Nachhaltigkeitsziele, um so ihrem eigenen Anspruch an einen verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Umwelt gerecht zu werden. STRATEGIE UND ZIELE

Zu den bedeutsamsten finanziellen Steuerungskennzahlen der NORMA Group gehören der Konzernumsatz, die bereinigte EBIT-Marge sowie der operative Netto-Cashflow. STEUERUNGSSYSTEM UND STEUERUNGSKENNZAHLEN Die erwartete Entwicklung der bedeutsamsten finanziellen Steuerungskennziffern im Geschäftsjahr 2026 wird nachfolgend dargelegt.

Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2026

Auf Basis der diesem Prognosebericht zugrundeliegenden dargelegten Einschätzungen relevanter Wirtschaftsforschungsinstitute und Branchenverbände erwartet der Vorstand der NORMA Group für die relevanten Absatzmärkte des Unternehmens grundsätzlich eine moderat positive Entwicklung. Gleichzeitig dürfte das gesamtwirtschaftliche Marktumfeld im Geschäftsjahr 2026 herausfordernd bleiben. Belastungsfaktoren ergeben sich insbesondere aus anhaltenden geopolitischen Spannungen. Dazu gehören die Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzung im Nahen Osten. Daraus können sich Beeinträchtigungen globaler Wertschöpfungs- und Transportketten ergeben, die für international tätige Industrieunternehmen zusätzliche logistische Herausforderungen mit sich bringen könnten. Im geopolitischen Kontext bleibt auch die weitere Entwicklung im Ukraine-Krieg ein Unsicherheitsfaktor. Darüber hinaus besteht fortgesetzt das Risiko weiterer protektionistischer Maßnahmen bezogen auf die weltweite Handelspolitik, mit potenziellen Auswirkungen auf internationale Handelsströme.

Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand der NORMA Group SE, dass das wirtschaftliche Umfeld und die Märkte von erhöhter Volatilität geprägt bleiben und blickt daher mit der gebotenen Vorsicht auf das Geschäftsjahr 2026.

Entwicklung des Konzernumsatzes im Geschäftsjahr 2026

Unter Berücksichtigung der genannten erwarteten Entwicklung in den für die NORMA Group relevanten Kundenindustrien sowie unter der Prämisse, dass sich Handelskonflikte nicht nochmals weiter verschärfen, wichtige Rohstoffe und Vorprodukte verfügbar bleiben und dass im Jahresverlauf 2026 weltweit keine weiteren negativen Faktoren auftreten, die zu erheblichem Druck auf die Geschäftsentwicklung der NORMA Group führen könnten, antizipiert der Vorstand für das Geschäftsjahr 2026 ein Konzernumsatzwachstum in der Bandbreite von rund 0% bis 2 %.

Bereinigte EBIT-Marge

Ein Fokus der NORMA Group liegt auf der Erhaltung und dem Ausbau der Profitabilität. Entsprechend werden alle Geschäftsaktivitäten strategisch darauf ausgerichtet. Dabei soll die Profitabilität des Konzerns unter anderem durch geeignete operative Effizienzmaßnahmen, beispielsweise im Rahmen des WACHSTUMS- UND EFFIZIENZPROGRAMMS „STEP UP”, und insbesondere durch die im Jahr 2025 initiierte globale Transformation nachhaltig gesteigert werden. Die in diesem Zusammenhang umgesetzten Maßnahmen zielen dabei auf eine effizienter aufgestellte Organisation, Einsparungen auf der Sachkostenebene und die Optimierung der globalen Standortlandschaft ab. All das soll dazu beitragen, den Konzern auf nachhaltig profitables Wachstum auszurichten und die Wettbewerbsfähigkeit der NORMA Group zu verbessern und langfristig zu sichern.

Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2026 mit einer bereinigten EBIT-Marge in Höhe von rund 2 % bis 4 %. Die Prognose für die bereinigte EBIT-Marge ist an die Voraussetzung gebunden, dass keine massiv ungünstigen Marktbedingungen entstehen, die gegebenenfalls zu wesentlichen Zusatzkosten beziehungsweise zu Einschränkungen in der Umsetzung der operativen Effizienzmaßnahmen führen könnten.

Im Hinblick auf die Bereinigung des Ergebnisses erwartet der Vorstand, wie in den Vorjahren, dass Abschreibungen in Zusammenhang mit Kaufpreisallokationen im Rahmen realisierter M&A-Transaktionen auf materielle und immaterielle Vermögensgegenstände sowie bestimmte damit zusammenhängende Aufwendungen und Erträge berücksichtigt werden. Diese werden in Summe und abhängig von Wechselkursentwicklungen im Geschäftsjahr 2026 auf einer Höhe von etwa bis zu EUR 5 Mio. antizipiert.

Für die Implementierung und Umsetzung der geplanten Maßnahmen aus dem Transformationsplan wird mit einem kumulierten Gesamtkostenvolumen in einer Bandbreite von rund EUR 54 Mio. bis rund EUR 61 Mio. bis zum Jahr 2028 gerechnet. Darauf bezogen werden im Geschäftsjahr 2026 Sonderaufwendungen in Höhe von etwa EUR 24 Mio. erwartet. Diese sollen im Wesentlichen aus Aufwendungen für Abfindungen im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen, damit verbundene Beratungskosten sowie Aufwendungen aus Produktionsverlagerungen in Relation stehen. Die Gesellschaft beabsichtigt sämtliche Sonderaufwendungen aus der globalen Transformation im operativen Ergebnis (EBIT) zu bereinigen.

Operativer Netto-Cashflow

Für den operative Netto-Cashflow prognostiziert das Management im Geschäftsjahr 2026 einen Wert in der Bandbreite von rund EUR 10 Mio. bis rund EUR 20 Mio.

Künftige Entwicklung der NORMA Group

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Legende

Diese Inhalte sind Teil des nichtfinanziellen Konzernberichts und unterlagen einer gesonderten Prüfung mit begrenzter Sicherheit („limited assurance“).